Jahresbericht der St. Matthias-Bruderschaft St. Tönis 2015


Das Pilgerjahr begann mit der Einladung zum Hochfest des Hl. Matthias.
Am 25.02.2015 begingen wir das Matthiasfest mit einer Eucharistiefeier in der Pfarrkirche, die
Pfarrer Klumpen und Pfarrer Stanusic gemeinsam zelebrierten. Orgel- und Trompetenklänge
verliehen der Messe einen festlichen Rahmen.
Anschließend fand die Jahreshauptversammlung im Marienheim statt. Unsere Brudermeisterin
begrüßte alle recht herzlich und lud nach einem Gebet zu einer Stärkung durch belegte Brötchen,
Wasser und Wein ein.


Nach dem Vortragen des Jahresberichtes, dem positiven Kassenbericht sowie der Entlastung des
Vorstandes ging es zu den anstehenden Wahlen.


Der 1. Kassierer Heiner Aldenkirchs stellte nach über 25 Jahren sein Amt zur Verfügung. Als
Dankeschön für seine hervorragende, jahrzehntelange Arbeit erhielt Heiner vor der Wallfahrt einen
bebilderten Wallfahrtsrückblick. Auch der 2. Kassierer Frank Wende und die 1. Schriftführerin
Beate Schaepers standen nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung. Ihnen wurde ebenfalls sehr
herzlich für die geleistete Arbeit gedankt.


Einstimmig wurde wieder Marianne Kronsbein zur Brudermeisterin gewählt.
Zügig erfolgten die weiteren Wahlen:
    1. Beisitzer: Hans Marquart
    2. Beisitzerin: Charlotte Berger
    1. Kassierer: Markus Neuenhaus
    2. Kassiererin: Uschi Speis
    1. Schriftführerin: Ellen Steffens
    2. Schriftführer: Richard Jacobs
    Die Kassenprüfer sind Christian Kley und Frank Herber.
    Der neue Vorstand ist vollständig besetzt.


Am 28.03.2015 fand die Friedenswallfahrt nach Klein-Jerusalem statt. Bei nasskaltem Wetter
machten sich einige Pilger aus St. Tönis zu Fuß oder per Rad auf den Weg und feierten in Neersen
mit vielen Bruderschaften vom Niederrhein eine Messe unter freiem Himmel.
Mit dem Jahreswort „Zur Freiheit berufen“ pilgerten 77 Fußpilger vom 14. bis 17. Mai nach
Trier. Acht Neupilger durften wir in unserem Kreis begrüßen. Am Donnerstagmorgen begannen wir
mit einem Gottesdienst in unserer Pfarrkirche und fuhren dann zum Gemündener Maar. Die Pilger,
die mit dem Bus fuhren, bekamen eine kostenlose Sightseeing-Tour des Busfahrers. Aufgrund der
längeren Busfahrt starteten wir etwas verspätet unseren Pilgerweg am Maar. Da die Fischelner
Bruderschaft zur gleichen Zeit pilgerte und fast den gleichen Weg ging, begegneten wir uns immer
wieder. So feierten wir gemeinsam am 2. Tag in Gladbach und am 3. Tag in Heidweiler eine Messe.
Wir ergänzten uns gut, denn die Fischelner steuerten ihren Geistlichen und wir unsere Musiker bei.
Am Abend des zweiten Tages vermisste Richard seinen Wanderstock, der ihn auf allen Pilgerfahrten
begleitet hatte. Mit seiner Tochter Regina suchte und fand er ihn im Dunkeln auf unserer
Wegstrecke.


Die drei Vorbereitungsgruppen haben uns wieder mit ihren Texten und Liedern zum Nachdenken
und zum Gedankenaustausch angeregt und motiviert. Eine gute Idee waren auch die laminierten
Rosenkanzgesätze für die Hosentasche. In Trier angekommen, erhielten unsere Jubilare ein Stück
der großen Pilgerkerzen, die das ganze Jahr am Grab des Apostels brannten. Zum 10. Mal dabei war
Bastian Kammann; Marianne Verlinden und Hans Jakob Christ pilgerten bereits zum 25. Mal nach
Trier. Eine ganz besondere Ehrung erhielt Monika Rautenberg, die bereits zum 40. Mal in Trier
ankam. Am Sonntag feierten wir bei Sonnenschein mit vielen Pilgern auf dem Vorplatz der Basilika
in Trier unsere Abschlussmesse. Monika Rautenberg durfte die Lesung vortragen und wurde als
Kommunionhelferin eingesetzt.


Im Jahr 2015 übernachteten wir erstmals alle unter einem Dach in der Manderscheider
Jugendherberge. Durch das Aufgeben unserer Unterkunft in Dodenburg veränderte sich aber auch
die Wegstecke des zweiten Tages. Kleine Schwierigkeiten wurden schnell gemeinschaftlich gelöst.
So holten wir das Abendessen tischweise am Buffet ab und der zuvor aufgetretene Buffet-Stau war
behoben. Auch das Problem mit der hinter verschlossenen Zimmertür eingeschlafenen
Zimmergenossin konnte durch das Beziehen eines freien Bettes gelöst werden. Abends stand uns
ein großer Kellerraum mit einem Klavier zur Verfügung. Dort konnten unsere Musiker am
Samstagabend frei aufspielen, was sie mit Begeisterung taten. Durch die gute Stimmung motiviert,
enstand auch eine St. Töniser-Fischelner-Polonaise.


Traditionsgemäß erhielten am letzten Abend die Pilger, die zum 20. Mal dabei waren von unserer
Bruderschaft eine Kerze, in diesem Jahr war es Regina Jacobs.


Leider gab es auch in diesem Jahr einen Todesfall, am 19. Oktober verstarb Schwester Maria
Philomene. Viele St. Töniser Matthiaspilger begleiteten sie auf ihrem letzten Weg.
Am 31. Oktober fand bei strahlender Herbstsonne die Kleine Wallfahrt nach Hohenbudberg statt.
Der diesjährige Bruderschaftstag fand am 15. November in Kempen, St. Josef, statt. Er begann mit
einer hl. Messe für die Gemeinde St. Josef und die Matthiaspilger, die Abt Ignatius zelebrierte. Im
Pfarrheim wurden anschießend belegte Brötchen gereicht. Gegen 13:00 Uhr begann der Vortrag
von Bruder Athanasius zur Jahreslosung 2016 „Mit Freude umgürtet“. Im Anschluss konnte man
sich bei Kaffee und Plätzchen austauschen. Diese abgespeckte Variante des Bruderschaftstages kam
sehr gut an.


Ende des Jahres wurde Franz Pietsch 90 Jahre alt. Zusammen mit Familie und Freunden, darunter
auch Monika und Richard Jacobs, feierte er diesen besonderen Tag. Franz und seine Frau
kümmerten sich um unsere Kreuz im Niersbacher Forst seit der Aufstellung vor 25 Jahren. Auch in
diesem Jahr stand er wieder mit seinem Traktor am geschmückten Kreuz und sagte uns, dass er es
aus gesundheitlichen Gründen leider wohl nicht mehr pflegen wird. Vielleicht ist er doch im Mai
wieder dort.


Mit einer adventlichen Feier nach der Abendmesse am 2. Dezember klang das Jahr 2015 aus.


Ellen Steffens, im Februar 2016